Prozess gegen Bruno D.: Onlineveranstaltung zur Urteilsverkündung am 14. Juli

Der Prozess am Hamburger Jugendschwurgericht gegen Bruno D. (93), ehemaliger SS- Wachmann im KZ Stutthof, geht dem Ende entgegen. Am 23. Juli 2020 soll das Urteil verkündet werden. An jedem einzelnen Verhandlungstag – auch bei Wind, Wetter und Corona – haben einige von uns draußen vor dem Strafjustizgebäude eine Mahnwache durchgeführt. Die Verhandlungen selbst haben wir im Gerichtssaal bis zum Corona- Lockdown durch einige zugelassene Zuhörer*innen verfolgt und protokolliert, danach konnten nicht mehr alle Prozesstage verfolgt werden. Jetzt planen wir- zusammen mit dem Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. – eine ONLINE-Veranstaltung zur Urteilsverkündung am Dienstag, 14. Juli 2020, 18 Uhr:. Mehr dazu in >>>in diesem Flugblatt.

LIVESTREAM unter https://youtu.be/qALd21QGj6I

Lesenswert dieser Artikel in der >>> taz vom 6.7.2020

 Randale in Stuttgart eine „Bundeskristallnacht“ ?

Aus Anlass der öffentlichen Äußerungen des amtierenden Geschäftsführers der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (… er hatte u.a. die Krawalle in Stuttgart mit den Novemberpogromen der Nazis 1938 verglichen) haben die beiden bundesweiten Interessen-Organisationen der Gedenkstätten – das FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten und die AG der KZ-Gedenkstätten – zusammen mit der sächsischen LAG „Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ in >>> dieser Pressemitteilung zu dem aktuellen Fall Stellung genommen.

Trump: Hetze auf dem Rücken der NS-Verfolgten

Ein unbedingt lesenswerter Beitrag der Stuttgarter Wochenzeitung KONTEXT beginnt mit diesen Worten: „US-Präsident Donald Trump hat seine „Stop Antifa“-Kampagne jüngst mit einem roten Winkel unterlegt, dem Symbol, mit dem die Nationalsozialisten in Konzentrationslagern politische Gefangene markierten. Wir fragen: Geht’s noch? Und zeigen Gesichter derer, die das rote Dreieck tragen mussten und in ihrem Leben unermessliches Leid erfahren haben.“

Opfer des Faschismus „vergessen“ …

Von acht neuen Straßen in Oranienburg soll nur eine an einen KZ-Häftling des KZ Sachsenhausen erinnern – darüber berichtet >>> Neues Deutschland ausführlich am 11. Juni 2020. Auf openpetition wurde eine Online-Petition „Straßenbenennung  nur im Einvernehmen mit den Überlebenden des KZ Sachsenhausen“ gestartet, um zu erreichen, dass hier eine angemessene und würdige Erinnerungskultur zum Zuge kommt.

Hier die >>> Pressemeldung der Gedenkstätte Sachsenhausen

Online-Zeitzeugengespräch zum Todesmarsch des KZ Neuengamme

aus dem Newsletter der Gedenkstätte Lager Sandbostel vom 9. Juni 2020:

„Im April 1945 zog ein Todesmarsch mit Häftlingen mehrerer Außenlager des KZ Neuengamme durch das kleine Dorf Volkmarst im Landkreis Rotenburg (Wümme). Johann Dücker war neun Jahre alt als er zusehen musste, wie zwei der Häftlinge bei einem Fluchtversuch von Wachmännern erschossen und später auf einem Acker verscharrt wurden. Die Toten wurden nie gefunden. Im Jahr 2006 ließ Johann Dücker einen Gedenkstein auf seinem Grundstück aufstellen. Es ist bis heute das einzige Denkmal auf dem Weg des Todesmarsches von Bremen-Farge nach Bremervörde vor 75 Jahren.

In dem Online-Zeitzeugengespräch wird Johann Dücker von den Erlebnissen im April 1945 und seinem persönlichen Umgang damit berichten. Das Gespräch wird am Samstag, den 13. Juni live auf unserem YouTube-Kanal unter dem Link https://youtu.be/oKn3g-6RAdw übertragen und über die Kommentarfunktion können Fragen gestellt werden.
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig. Um Kommentare zu schreiben ist jedoch die Registrierung mit einem YouTube- bzw. Google-Account erforderlich.
Für alle, die das Gespräch nicht live verfolgen können, wird im Anschluss ein Mitschnitt veröffentlicht. „