Geschichte

Zwischen 1938 und 1945 litten im Konzentrationslager Neuengamme 106.000 Menschen aus dem gesamten besetzten Europa. Sie wurden als „Feinde“ des NS-Regimes verschleppt. Etwa die Hälfte von ihnen wurde bis zur Befreiung im Jahre 1945 ermordet.
1948, nachdem die Briten, die das frühere KZ vorübergehend als Internierungslager nutzten, das Gelände geräumt hatten, richtete die Hamburger Justizbehörde dort ein Gefängnis ein. Fortan war der Ort abgeriegelt. Einzig eine abseits gelegene, unscheinbare Kalkmuschelsäule, die der Hamburger Senat 1953 auf Drängen der Überlebenden aufstellt, erinnerte daran, was sich hier zugetragen hat. Vor diesem Hintergrund entstand 1948 die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme. „Geschichte“ weiterlesen

Fritz Bringmann

Fritz Bringmann, Erinnerungen eines Antifaschisten. 1924-2004
Konkret Literatur Verlag
Gerade siebzehnjährig wird der Lübecker Handwerkslehrling Fritz Bringmann von der Gestapo verhaftet, gefoltert und in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme inhaftiert. Bereits als Sechzehnjähriger hatte der Sohn einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie begonnen, antifaschistischen Widerstand zu organisieren. „Fritz Bringmann“ weiterlesen

GENERATIONEN

GENERATIONEN
KZ-Überlebende und die, die nach ihnen kommen
von Mark Mühlhaus und Ulrike Jensen
Gedenkstätten Bergen-Belsen, Flossenbürg und Neuengamme (Hg.)
Wallstein Verlag


In Bild und Text zeigt der Band Generationen im Austausch miteinander und lässt über die Zukunft der Erinnerung nachdenken.
Begleitet von kurzen Texten zeigen die eindrucksvollen Aufnahmen dieses Bildbandes Überlebende von Konzentrationslagern an den ehemaligen Orten ihres Leidens. „GENERATIONEN“ weiterlesen

… das war ja kein Spaziergang im Sommer

»… das war ja kein Spaziergang im Sommer«
Die Geschichte eines Überlebendenverbandes
Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. (Hg.)
Konkret Literatur Verlag

Kurz vor Kriegsende transportierte die SS etwa 10.000 Häftlinge des KZ Neuengamme auf drei Schiffe in der Neustädter Bucht. Durch einen grauenvollen Irrtum werden diese am 3. Mai 1945 von der Royal Air Force angegriffen. Die »Cap Arcona« und die »Thielbek« sinken, mehr als 7.000 Häftlinge sterben. Der entsetzliche Tod ihrer Kameraden in den eisigen Fluten der Ostsee ist bis heute das internationale Erinnerungsband der überlebenden Häftlinge des KZ Neuengamme. „… das war ja kein Spaziergang im Sommer“ weiterlesen

Fritz Bringmann

Fritz Bringmann wurde am 9.2.1918 in Lübeck geboren. Er war das sechste von acht Kindern. Er wuchs in einer politisch aktiven Familie auf: Sein Großvater gehörte 1892 zu den Gründungsmitgliedern der SPD in Stockelsdorf. Auch sein Vater war Sozialdemokrat und seine älteren Brüder waren Mitglieder in der SAJ. Später traten seine Brüder dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) bei. „Fritz Bringmann“ weiterlesen

Herbert Schemmel

Herbert Schemmel wurde am 14. April 1914 in Halle/Saale geboren. Im KZ Neuengamme wurde er von der SS als Häftlings-Lagerschreiber eingesetzt und gilt deshalb gemeinhin als „Chronist“ des KZ Neuengamme.
Als die Organisationen der Arbeiterbewegung im Jahre 1933 zerschlagen wurden, verweigerte Herbert Schemmel die Teilnahme an der 1. Mai-Kundgebung und wurde deshalb sofort entlassen. Bei seiner späteren Arbeitsstelle wurde er von Kollegen denunziert … er hatte aus seiner Ablehnung des Nationalsozialismus auch hier keinen Hehl gemacht. „Herbert Schemmel“ weiterlesen

Impressum

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c/o KZ-Gedenkstätte Neuengamme
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Kontakt
mail(at)ag-neuengamme.de
Ehrenvorsitzende
Fritz Bringmann †
Herbert Schemmel †
Amtsgericht Hamburg 69 VR 7665

Bankverbindung: Postbank Hamburg
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Über uns

Ursprünglich als Interessenvertretung ehemaliger KZ-Häftlinge des KZ Neuengamme im Jahre 1948 gegründet, ist die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme dem lebendigen Andenken der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer sowie den Verfolgten des Naziregimes verpflichtet.

Sie pflegt den Zusammenhalt Überlebender verschiedener Länder und ihrer Angehörigen, für die sie im Rahmen der „Amicale Internationale KZ Neuengamme“ Gedenkveranstaltungen organisiert; fördert als gemeinnütziger Verein die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und anderer Einrichtungen, die die Geschichte der Konzentrationslager vermitteln, bietet Gesprächsrunden zu entsprechenden Themen an und veranstaltet Ausfahrten an historische Orte.

Lebendiges Andenken beinhaltet die Pflicht, politischen Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu verharmlosen, entgegen zu treten. Zugleich ist das Entstellen von Begriffen, Zusammenhängen und Fakten ein oft schleichender Prozess, wachsendem zeitlichen Abstand und fehlendem Vorstellungsvermögen geschuldet. Neugierde zu stiften, das Gegenwärtige der Vergangenheit zu entdecken, Bezüge zwischen Gestern und Heute herzustellen und auf historische Leerstellen hinzuweisen, ist eines der wichtigsten Ziele des Vereins.

Die meisten der Menschen, die nach Neuengamme verschleppt wurden, passten den Nazis nicht, weil sie anders waren und für Werte standen, die Hitler-Deutschland mit Füßen trat: Frieden, Menschenwürde, Toleranz und Völkerverständigung.

Als eine Stimme der Opfer des NS-Regimes stellt die Arbeitsgemeinschaft sich aufseiten derer, die heute Zielscheibe neofaschistischer oder rassistischer Angriffe sind. Im besten Sinne antifaschistischer Tradition.

Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme ist Mitglied des „Netzwerk der Lagergemeinschaften„, dem Gruppen der ehem. KZs Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Mauthausen, Moringen, Ravensbrück,Sachsenburg und Sachsenhausen angehören.

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