18./19. OKTOBER 1945: „STUTTGARTER SCHULDBEKENNTNIS“

In der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau findet morgen am Sonntag, 18. Oktober der Gottesdienst zum 75. Jahrestag der Stuttgarter Schulderklärung der  Evangelischen Kirche in Deutschland statt. Der Stuttgarter Schuldbekenntnis – ein Dokument, das heute nahezu vergessen ist und an dessen Entstehung u.a. der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann sowie Pastor Martin Niemöller beteiligt waren. Hier auf >>> wikipedia ist es vollständig nachzulesen. Zum aktuellen Bericht in der >>> Süddeutschen Zeitung vom 17.10.2020.

Das „Ende der Zeitzeugenschaft“

Ein Thema, das die Aktiven aus den Lagergemeinschaften und örtlichen Initiativen angeht: „Seit vielen Jahren wird das Sterben der Zeitzeugen und Überlebenden des Holocaust beklagt. Verschwinden mit ihrem Tod dann auch die Erzählungen und Erinnerungen?“ Zu dieser Frage ein kurzes Interview mit Jörg Skriebeleit, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, im evangelischen >>> Sonntagsblatt vom 28.9.2020. In der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gibt es zu diesem Thema derzeit eine neue >>> Wechselausstellung. Thematisch dazu passend>>> Deutschlandfunk Kultur über die KZ-Gedenkstätte als „Arbeitsplatz“ (…  am Beispiel Bergen-Belsen).

Gedenkveranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Wandsbek

An der idyllisch gelegenen Wohnsiedlung „An der Rahlau“ befand sich vor 76 Jahren eines der Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Mehr als fünfhundert Frauen mussten hier von Juni 1944 bis Ende April 1945 Gasmasken für die Lübecker Drägerwerk AG herstellen. Noch im März 1945 führte die Drägerwerk AG an den Frauen dieses KZ Versuche in Luftschutzbunkern aus, in denen erforscht werden sollte, wie lange Menschen in einem gasdichten Luftschutzraum ohne Belüftungsanlage überleben können.

Wie schon seit vielen Jahren gedachten wir – trotz Corona – am 29. August 2020 der Opfer des KZ Wandsbek. Es war eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Bezirksversammlung Wandsbek, zu der auch die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft aufgerufen hatte.

„Gedenkveranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Wandsbek“ weiterlesen

Lesung: Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt

Katharina Jacob war Kommunistin, Widerstandskämpferin, KZ-Überlebende und Lehrerin in Hamburg.

1907 in Köln in einer Arbeiterfamilie geboren, wird sie Mitglied in der größten Widerstandsorganisation Norddeutschlands, der Bästlein-Jacob-Abshagen Gruppe. „Lesung: Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt“ weiterlesen

Erinnern an NS-Zwangsarbeit im Hamburger Kontorhausviertel

Zwangsarbeit in Hamburg – das Thema ist erst viele Jahrzehnte nach Kriegsende als Teil nationalsozialistischer Kriegsverbrechen in den Fokus gerückt.

Zur Gruppe der Zwangsarbeiter_innen zählten auch KZ-Häftlinge. Alle von ihnen wurden zur Arbeit gezwungen, etwa in der Rüstungsindustrie oder Trümmerräu- mung infolge des Luftkriegs – so auch in der Hamburger Altstadt. Im Kontorhausviertel erinnert jedoch bislang nichts an diese Menschen.

An die im Kontorhausviertel untergebrachten Zwangsarbeiter_innen möchten wir mit einer Kundgebung am 8. September 2020 erinnern.

Hier >>> der Aufruf zur Veranstaltungherausgegeben von: Initiative Kein Vergessen im Kontorhausviertel, Initiative Dessauer Ufer, St. Pauli-Archiv/Projektgruppe Italienische Militärinternierte, Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.v, AK Distomo